Konzert in Lautenbach am 9.Mai 2015

Zugaben-Rekord in Lautenbach

Am Samstag, den 09.05.2015 reiste das Hohner-Orchester nach Lautenbach bei Oberkirch, dem Geburtsort des Dirigenten Johannes Baumann. Das dortige Harmonika-Orchester hatte die Trossinger bereits zum dritten Mal zur Gestaltung einer Konzerthälfte eingeladen.
Schon die Anreise durch den frühlingshaften Schwarzwald war für die Musiker und Musikerinnen ein Erlebnis. Die Begrüßung durch das Lautenbacher Harmonika-Orchester war herzlich und auch kulinarisch kamen die Trossinger nicht zu kurz.
Pünktlich gegen 20 Uhr betraten die Lautenbacher die Bühne der Neuensteinhalle und zeigten bereits bei der Tancred-Ouvertüre, dass viel musikalisches Potential in ihnen steckt. Dirigent Manfred Vogt verstand es hervorragend, dieses Potential mit der Interpretation von Werken wie der First Suite in Es von Holst, dem Kaiserwalzer von Strauss oder der Ouvertüre aus Lawrence von Arabien zu nutzen. Das Publikum belohnte die Leistungen in der fast ausverkauften Halle mit reichlichem Applaus.
Nach der Pause nahm das Hohner-Orchester auf der Bühne Platz. Dirigent Johannes Baumann hatte für den Anfang Glinkas Ouvertüre zu Ruslan und Ludmilla gewählt. Dieses virtuose Werk wurde von den Trossinger Musikern hervorragend interpretiert und sorgte für tosenden Beifall. Auch die sich daran anschließenden Reisebilder vom Balkan von Boll sorgten für frenetischen Applaus. Nach der Schnellpolka Unter Donner und Blitz von Strauss gab es dann die ersten stehenden Ovationen für das Traditionsorchester, das mit dem Tanz der Stunden und dem Marsch Nr. 4 aus Pomp & Circumstance für weitere Begeisterungsstürme sorgte.
So war es unumgänglich, dass ebenfalls durch stehende Ovationen Zugaben gefordert wurden. Zunächst wählte Johannes Baumann den bekannten Säbeltanz und Andersons Fiddle-Faddle aus. Durch diese virtuosen Vorträge wurde die Begeisterung des Publikums aber nur noch mehr angefacht, sodass weitere vier Zugaben erforderlich waren. Das absolute Highlight der Zugaben war das Stück „Mahna-Mahna“, welches Dirigent Johannes Baumann im Vorfeld extra für diesen Abend bearbeitet hatte. So wurden in diesem rondoartigen Werk nicht nur Themen verarbeitet, die vom Hohner-Orchester an diesem Abend bereits gespielt worden waren, sondern auch andere bekannte Titel. Am meisten freuten sich die Gäste darüber, dass das "Badnerlied" mit eingearbeitet war.
Erst in den frühen Morgenstunden trafen die Spielerinnen und Spieler wieder in Trossingen ein, müde, aber stolz darauf, ein solchermaßen begeistertes Publikum erlebt zu haben.