Innsbruck 2013

Konzert International, Freitag, 10.Mai 2013 im Saal Innsbruck

 

Allen Zuhörern unseres Konzertes danken wir für Ihren stürmischen Applaus und das positive Feedback!

Wir freuen uns, dass so viele mit uns gemeinsam unseren Solisten an der diatonischen Mundharmonika, Howard Levy, bejubelten. Sein Auftreten war – wie erwartet – ein ganz besonderes Erlebnis: Seine Technik bringt jeden immer wieder zum Staunen, doch das eigentlich Faszinierende ist der musikalische Kosmos voller Esprit, Witz und Charme, den Howard Levy mit diesem kleinen Instrument entfaltet und der unser Orchester jedes Mal aufs Neue gefangen nimmt. Es ist ein Geschenk mit diesem Musiker zusammen auf der Bühne stehen zu dürfen. Deshalb noch einmal ein riesiges Dankeschön auch an die Firma Hohner für das Sponsoring unseres Gaststars.

Für unser Orchester war Innsbruck - nicht nur musikalisch - ein wunderbares Erlebnis. Der Saal Innsbruck im Kongresszentrum war der perfekte Rahmen und das Musizieren hat sichtlich Spaß gemacht. Dazu trug natürlich im Vorfeld die wohl intensivste Probenvorbereitung auf ein Konzert in der Geschichte des Hohnerorchesters bei. Das Orchester, für seine technische Raffinesse und sein begeisterndes Musizieren bekannt, konnte so zum Einen die für dieses Ereignis neu hinzu gekommenen Spieler bestens integrieren und zum Anderen das Programm des Konzertabends so akribisch und detailliert wie noch nie vorbereiten. Dies gab natürlich dem Dirigenten Johannes Baumann alle Freiheiten, die dieser auch zu nutzen wusste und, mit dem Orchester förmlich intuitiv verbunden, in seine ureigenste Sprache voller musikalischer Spannung und Emotionen umsetzte.

Das Programm des Abends umfasste die ganze Bandbreite des Repertoires des Orchesters. Mit einem raffinierten Arrangement der „First Suite in E flat“ von Gustav Holst aus der Feder des Dirigenten eröffnete das Orchester den Konzertabend und schickte das Publikum damit, genauso wie mit dem nachfolgenden „Tryptichon“ von Paul Kühmstedt auf eine musikalische Reise zwischen subtilsten Feinheiten und wuchtigen Klangblöcken. Die „Variations of a Shaker melody“ von Aaron Copland gelangen abwechslungsreich und doch aus einem Guss, bevor das Orchester sein Publikum mit den wie im Rausch gespielten  „Polowetzer Tänzen“ zum Jubeln brachte.

Den zweiten Konzertteil eröffneten die Trossinger mit Bernsteins Ouverture zu „Candide“ und zeigten hier alle Facetten ihres technischen Spielvermögens, bevor Howard Levy die Bühne betrat und das Publikum und Musiker auf der Bühne mit seinem „Concert for diatonic harmonica and orchestra“  begeisterte. Congenial wirkten Solist und Orchester hier zusammen und Howard Levy zeigte sich darüber genauso erfreut wie das Orchester. In den zwei vom wild applaudierenden Publikum erklatschten Zugaben verzauberte der Ausnahmemusiker den Saal mit witzigsten musikalischen Einfällen und seiner geradezu haarsträubenden Fähigkeit, die technischen Einschränkungen der Mundharmonika zu umgehen, um seine Musik und damit die Seele der Zuhörer zum Klingen zu bringen. Das Publikum tobte und das Hohner-Orchester setzte dem Abend mit schmissig gespielten “My Fair Lady“-Melodien noch die Krone auf. Doch so ließ das Publikum Johannes Baumann und seine Musiker natürlich nicht ziehen und entlockte dem Orchester mit Glieres „Russischem Matrosentanz“ eine Zugabe, bei der sich das Orchester nochmals in seiner ganzen Bandbreite, gespielt von der feinen emotionsgefüllten Episode bis hin zum wilden Bravourstück, zeigen konnte. Mit einem Augenzwinkern in Form eines ganz besonderen Arrangements von „Mein Vater war ein Wandersmann“ verabschiedete sich das Orchester unter „Standing Ovations“ von der Innsbrucker Konzertbühne. Johannes Baumann und seine Musiker zeigten sich von ihrer besten Seite. Eine einzigartige Aura aus Spielfreude, Tiefgang und Spontaneität macht das Hohner-Akkordeonorchester 1927 Trossingen aus, sie zieht herausragende Spieler aus der ganzen Region in ihren Bann und begeistert die Zuhörer immer wieder aufs Neue.

Innsbruck 2013 hat das Orchester und sein Publikum tief beeindruckt und hinterlässt bleibende Spuren.